Die Hüftgelenksdysplasie

 

Trotz aller Bemühungen ist die Hüftgelenksdysplasie (HD) des Hundes ein ungelöstes Problem. Die Vermutung, daß die Mißbildung des Hüftgelenkes erblich ist, ließ zunächst hoffen, der HD durch züchterische Maßnahmen Herr zu werden. Doch der ganz große Erfolg blieb aus. Dank einer strengen Zuchtauswahl sind die Zahlen der betroffenen Tiere zurückgegangen, nun aber stagnieren sie. Auch Mischlinge sind zunehmend betroffen.

 

              

 

Die bisherige Entwicklung läßt vermuten, daß die Anfälligkeit für HD zwar vererbt wird, bei ihrer Entstehung aber auch andere Faktoren beteiligt sind.

Darum ist es unmöglich, daß ein Züchter eine HD-Garantie geben kann.

Es zeigt sich immer wieder, daß Hunde, die in früher Jugend energiereich gefüttert wurden, häufiger an HD leiden als solche, die restrektiv gefüttert werden. Restrektiv bedeutet, weniger kalorien-, vitamin-, mineralstoff- und eiweißreich.

Werden junge Hunde unter dem Motto "der ist jung, der braucht viel" gefüttert, wachsen sie zu schnell. Das dadurch unnatürlich schnell geförderte Wachstum, kombiniert mit den jugendlich übermütigen Bewegungen führt zu einer extremen Belastung der noch unreifen Knochen und Gelenke. Krankhafte Veränderungen des Skelettes werden gefördert. Daher ist eine ausgewogene Fütterung und Zusammensetzung des Futters als vorbeugende Maßnahme überaus wichtig.

Auch die Belastung des jungen Hundes stellt einen Faktor zur Vorbeugung von HD dar. Natürliches Spielen und Herumtoben ist in diesem Zusammenhang nicht gemeint. Vielmehr ist häufiges Treppensteigen, zu frühes Arbeiten auf dem Hundeplatz (Hürdensprung und Kletterwand) sowie zu frühes Radfahren in jungem Alter schädlich. Bis zur Vollendung des 1. Lebensjahres sollte man solche Vorhaben tunlichst unterlassen.

 

 

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